Im Verbundvorhaben Fluid 4.0 bringen Hersteller, Anwender, Forschung und Verbände die Fluidtechnik in einen branchen- und herstellerübergreifenden Datenraum. Verwaltungsschalen und Teilmodelle beschreiben Komponenten und Systeme über ihren gesamten Lebenszyklus.

Fluidtechnik über gemeinsame Datenmodelle verbinden

Hersteller, Maschinen- und Anlagenbauer, Betreiber und Dienstleister arbeiten mit Daten zu Komponenten, Engineering, Betrieb, Energie und Wiederverwendung. Ohne gemeinsame Beschreibung werden diese Daten von Hand übertragen oder in herstellerspezifischen Lösungen gehalten. Fluid 4.0 entwickelt dafür Teilmodelle der Verwaltungsschale, also der genormten digitalen Beschreibung eines Produkts, für vier Anwendungsfälle: kollaboratives Engineering und Steuerungsentwicklung, Energiemonitoring, CO₂-Bilanzierung und Kreislaufwirtschaft. Die Teilmodelle werden über einen gemeinsamen Datenraum ausgetauscht, ein Interaktionskonzept regelt das Zusammenspiel der Verwaltungsschalen auf Komponenten- und Systemebene. Das Projektvolumen beträgt 13,4 Millionen Euro.

Edge-to-Cloud-Integration entwickeln

Unser Teilvorhaben heißt „Nachhaltigkeitsorientierte Edge-to-Cloud-Integration in I4.0-Wertschöpfungsnetzwerken“. Wir definieren und implementieren Software mit Edge-to-Cloud-Komponenten, die Energie- und CO₂-Daten in Wertschöpfungsnetzwerken nachvollziehbar bereitstellt. In der Definitionsphase arbeiten wir vor allem an den Anwendungsfällen Energiemonitoring und CO₂-Bilanzierung mit. Die Arbeit folgt den Arbeitspaketen: Datenstrukturen und Schnittstellen festlegen, versuchsweise implementieren und in Demonstratoren validieren.

Teilmodelle für Engineering und Betrieb

Aus den erprobten Lösungen entstehen je Anwendungsfall Demonstratoren, die als offene Testumgebungen zugänglich sind. Neue Teilmodelle gehen in die Standardisierung bei IDTA, ECLASS und ISO. Wir entwickeln auf Basis der Verwaltungsschale Konnektoren und Module für die Anbindung fluidtechnischer Systeme und nehmen sie in unser Angebot für kleine und mittlere Unternehmen auf. Die Übertragung auf weitere Branchen wie die Nutzfahrzeugtechnik und die Landwirtschaft ist vorgesehen.

Übersicht des Verbundvorhabens Fluid 4.0 mit Ziel, Laufzeit, Projektvolumen, den vier Anwendungsfällen Maschinensteuerung, Energiemonitoring, CO₂-Fußabdruck und Kreislaufwirtschaft sowie den Logos der Partner
Das Vorhaben im Überblick: Ziel, die vier Anwendungsfälle und das Konsortium. Grafik: Konsortium Fluid 4.0

Laufzeit1. Januar 2024 bis 31. Juli 2026

MinisteriumBundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, finanziert von der Europäischen Union über NextGenerationEU

ProgrammKoPa 35c: Digitalisierung der Fahrzeughersteller und Zulieferindustrie

ProjektträgerVDI Technologiezentrum

Förderkennzeichen-

Förderung

Logo BMWK und NextGenerationEU
Logo VDI Technologiezentrum

Konsortium

Im Verbund arbeiten Unternehmen der Fluidtechnik, Software- und IT-Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen und Verbände zusammen. Die Koordination liegt bei der Bosch Rexroth AG.

  • Fluidtechnik: Bosch Rexroth, HYDAC, Danfoss Power Solutions, Röcher Maschinenbau, Emerson, KERN Technik, HAWE Hydraulik
  • Software und IT: em engineering methods, FLUIDON, IQstruct Engineering
  • Forschung und Verbände: CF LAB, VDMA, TU Dresden, RWTH Aachen, Fraunhofer IIS
  • Assoziierte Partner: unter anderem Bürkert, Parker, ARGO-HYTOS, Bucher Hydraulics, Festo, IDTA, Liebherr, Schmalz, SMS group, CETOP